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Grün-Weiss hat alles in der eigenen Hand

Am Samstag steigt Heimspiel-Kracher gegen Spitzenreiter Krefeld

05. August 2019
Autor: Jörg Aberle
Foto: Hyp Yerlikaya Photography

Mannheim. Dank seiner zwei siegreichen Doppel hat sich Grün-Weiss Mannheim in der Tennis-Bundesliga alle Chancen auf die Titelverteidigung erhalten. Der 4:2-Sieg vor 3200 Zuschauern gegen den Tabellendritten TK Kurhaus Aachen ermöglicht es den Mannheimern, am Samstag (12 Uhr) auf der eigenen Anlage im Top-Spiel gegen den Tabellenführer Blau-Weiß Krefeld den nächsten Schritt zu machen. „Wir haben alles in der eigenen Hand, wenn wir zweimal gewinnen. Die Meisterschaft ist das Ziel“, gab Tobias Kamke, einer der Sieggaranten gegen Aachen die Devise für das nächste Wochenende aus. Nach dem Spiel gegen Krefeld geht es am Sonntag nach Gladbach.

Nach einem Wechselbad der Gefühle stellte Jeremy Jahn an der Seite von Kamke die 3:2-Führung her, ehe Andreas Beck mit Pedro Martinez endgültig für ausgelassenen Jubel auf der Grün-Weiss-Bank sorgte.

Das Spiel gegen den Mitkonkurrenten war nach den Einzeln (2:2) vollkommen offen. Für Jeremy Jahn gab es eine ärgerliche Niederlage gegen Carlos Taberner. Im Match-Tiebreak kam es bei Matchball für Jahn nach seinem ersten Aufschlag zu einer strittigen Aus-Entscheidung des Stuhlschiedsrichters. Alle Proteste halfen nichts, die Matchbälle wurden abgewehrt und am Ende bejubelte der Argentinier Taberner den ersten Punkt für Aachen. „Jeremy hat sehr unglücklich mit einer knappen Fehlentscheidung verloren“, fasste Teamchef Gerald Marzenell die Niederlage zusammen. Die Aachener Aufholjagd hatte begonnen und wurde auf dem Center Court von Pablo Cuevas gegen Pedro Martinez fortgeführt. Nachdem Martinez gewohnt stark aufspielte, schaffte Cuevas mit dem Rücken zur Wand ein Break im zweiten Satz und zog dem Spanier den Zahn. Cuevas traf fortan plötzlich die Linien, bei Martinez lief gar nichts mehr zusammen. Der Match-Tiebreak ging mit 1:10 flöten, was den 2:2-Ausgleich nach Einzeln bedeutete. „Cuevas ist einer der besten zehn Sandplatzspieler der Welt“, machte Marzenell seinem Schützling keine Vorwürfe.

Kamke schlug in seinem Einzel den Italiener Filippo Baldi glatt in zwei Sätzen. „Ich habe gut serviert und relativ fehlerfrei gespielt. Es war ein rundum gelungenes Spiel“, fasste der 33-Jährige seinen starken Auftritt zusammen. Der Schachzug, Kamke auf dem schnelleren Nebenplatz spielen zu lassen, ging voll auf. Somit kam Manuel Pena Lopez in den Genuss, auf dem gut gefüllten Center Court zu spielen und sog die gute Stimmung auf den Rängen in vollen Zügen auf. „Ich gebe immer einhundert Prozent auf der Tour, aber hier gebe ich mehr als hundert Prozent“, sagte der temperamentvolle Argentinier, nachdem er seinen sechsten Matchball gegen Tim Pütz verwandelt hatte. Beide boten ein abwechslungsreiches Spiel auf hohem Niveau. Immer wieder konterte Pena Lopez die Angriffe des exzellenten Netzspielers Pütz.

Quelle: Mannheimer Morgen