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Neues zur Klubgastronomie: Ein Interview mit dem neuen Wirt-Ehepaar

„Wir wollen, dass sich die Mitglieder so wohl fühlen, dass sie den ganzen Tag hier bei uns sind!“

„Wir wollen, dass sich die Mitglieder so wohl fühlen, dass sie den ganzen Tag hier bei uns sind!“... Kimi Miftari


Mein Gespräch mit den neuen Pächtern über ihre Gedanken und Visionen zum Neustart der Clubgastronomie.
Von S. Thierfelder

Sonntag vormittag, 11h! Gestern war Frühlingsanfang, man merkt es nur noch nicht: windiges, kaltes, trübes Wetter! Trübe Stimmung?
Mitnichten.
Ich komme ins Restaurant und erkenne es fast nicht wieder! Kimi und Ajda haben die Zeit genutzt, denke ich mir.
Die beiden erscheinen gut gelaunt und entspannt zum Interview.
Als erstes will ich (S) sie (A und K im Folgenden) euch/Ihnen vorstellen:


"S: Ich habe gehört Kimi, dass du in jungen Jahren aus Albanien nach Schweden ausgewandert bist. Du hast die schwedische Staatsbürgerschaft, bist dort auch zur Schule gegangen und dann zur Gastronomie gekommen. Stimmt das?

K: Ja, so war es! Ich hatte Freunde in Göteborg, die vor mir ausgewandert sind. Die habe ich besucht, es hat mir sehr gut gefallen und so hat die Geschichte ihren Lauf genommen. Ich hatte ein albanisches Abitur, musste aber noch ein schwedisches Fachabitur im Bereich Sprachen machen. Ein Freund hat indes in einem sehr guten Restaurant in Göteborg gearbeitet und brauchte eine Vertretung in der Küche. Die Zeit war so toll, dass ich hängengeblieben bin. Es war also purer Zufall, dass ich in die Gastronomie gerutscht bin.


S: Wie bist du dann nach Mannheim gekommen?

K: Auch das war reiner Zufall!
A: Das war 1999.
K: Meine Cousine lebte damals in Oftersheim und ihre beste Freundin ist meine jetzige Frau. Als ich sie kennenlernte, haben wir Deutschland sozusagen ausgetestet. Und für mich war es okay – ich habe gleich Arbeit in der Gastronomie gefunden!
A: Ich lebte bereits fünf Jahre in Deutschland bei meinen Eltern in Wiesloch. Als wir uns kennenlernten und zusammenkamen, konnte ich schon Deutsch und es erleichtert einiges, wenn einer in der Beziehung schon angekommen ist in einem fremden Land. Ich wollte nicht mehr neu anfangen, nur im Notfall. Ich hatte meinen Beruf – ich komme aus der Kosmetikbranche. Ich war über 6 Jahre im Spa im Golfclub Heddesheim tätig, mit einem Super-Kundenstamm. Das gibt man auch nicht einfach so auf.
K: Als dann unsere Kinder Lea und Noah auf die Welt kamen, gaben wir uns drei Jahre (solange Lea noch nicht im KiGA ist), um uns gegebenenfalls anders zu entscheiden. Letztlich hat es uns hier so gut gefallen, dass wir geblieben sind. Da unsere Kinder auch die schwedische Staatsbürgerschaft haben, können Sie später selbst entscheiden, ob sie nach Schweden gehen wollen oder nicht. Es ist ein wunderschönes Land.


S: Wie kam es zur Bewerbung beim Tennisclub?

K: Ich bin gerade 50 geworden und nach fast 30 Jahren in der Gastronomie fühlte ich mich erfahren genug, um etwas Neues auf die Beine zu stellen. Mein letzter Arbeitgeber war der Golfclub Mannheim-Viernheim (dort war ich verantwortlich für den Service und die Veranstaltungen) und irgendwann habe ich erfahren, dass der TC einen neuen Pächter sucht. Im Golfclub kam gerade ein neuer Pächter, der Zeitpunkt war gut für einen Wechsel – es fühlte sich alles richtig an. Ich war davor in vielen hervorragenden Restaurants in verschiedenen Ländern und ich wollte was Neues wagen.
A: Wir waren dann letztes Jahr im November hier abends essen und haben uns alles angesehen. Es hat uns gut gefallen. Es hat wirklich alles gepasst.
K: Ich kannte den TC aus den Erzählungen von Frau Bantle, meiner Chefin im Le Corange, bei der ich auch gearbeitet habe. Sie hat immer gut und begeistert über den Club geredet und auch Tennis gespielt. So wusste ich viel über den renommierten und etablierten Club.
Als wir dann im November hier waren, haben wir uns gedacht: hier kann man was Tolles draus machen. Hier stimmt alles – wir sahen beide das Potenzial.


S: Seit Januar seid ihr nun da -was habt ihr alles verändert im Restaurant?

A: Wir haben richtig viel gemacht! Viel Handwerkliches: Wir haben alle Holzoberflächen (Eingangstür, Fensterbänke etc.) behandelt, wir haben die Wände gestrichen. Die Tür zum Nebenzimmer wurde angeschliffen und gestrichen. Eingezogen sind wir erst Ende Februar.
K: Puh, ich kann gar nicht aufzählen, was wir alles gemacht haben, aber dadurch, dass wir wegen Corona nicht öffnen können, haben wir noch mehr gemacht, als wir eigentlich vorhatten. Es hat sich so ergeben. Und ich bin ein Mensch, dem Details sehr wichtig sind und wenn es sich nur um einen Türgriff handelt. Ich hatte von Anfang an eine Vorstellung, wie dieses große Restaurant aussehen könnte.
Wir haben neue Möbel, wie die bequemen Barstühle oder die modernen italienischen Raumteiler bestellt. In der Küche haben wir uns einen Pizzaofen angeschafft und Nudelkocher. Wichtig ist uns, dass die Gäste nicht zu lange auf Ihr Essen warten müssen.
Diese Woche freuen wir uns auf unsere neue Espressomaschine – wir trinken selbst sehr gerne guten Kaffee.
A: Wir sind Genussmenschen, so wie wir es für uns schön, harmonisch und ästhetisch haben wollen, so wollen wir auch für unsere Mitglieder einen Ort des Wohlfühlens und Genießens schaffen. Das sollte das ganze Jahr funktionieren: wir möchten gewährleisten, dass unsere Gäste hier in einem schönen Ambiente ihre Familien oder Firmenfeiern durchführen können.
Die Arbeit im Restaurant hat mich zudem von der Tatsache abgelenkt, dass ich nicht in meinem eigenen Beruf arbeiten konnte – ich wäre sonst in ein tiefes Loch gefallen. Das war schon gut, dass wir hier so viel Beschäftigung hatten.


S: Wie sieht eure Speisekarte aus?

K: Es soll eine kleinere saisonale Karte geben zu Beginn. Von der Richtung her italienisch-deutsch. Im Sommer bieten wir verschiedene Salatvariationen, klassische Pastagerichte. Jede Woche bekommen wir vom Küchenchef Christo Biopasta, die er selbst herstellt, mit saisonalen und regionalen Komponenten, Pfifferlinge, Spargel, Trüffel etc. Natürlich gibt es auch Pizza, Fisch- und Fleischgerichte. Wegen der aktuellen Situation sind wir etwas eingeschränkt in unseren Möglichkeiten. Im April versuchen wir Take-Away anzubieten und hoffen, dass das unsere Mitglieder gut aufnehmen werden.
A: Abholen könnte man täglich zwischen. 12 und  17h, haben wir uns gedacht!
K: Das würden wir ausprobieren. Einfach ist es zurzeit nicht, weil vieles ungewiss ist.


S: Habt ihr Ideen für die Terrasse und den Pool?

K: Ja unbedingt! Unser Ziel bzw. Philosophie ist es, ein Urlaubsfeeling für die Mitglieder zu schaffen. Wir wollen, dass sich die Mitglieder so wohl fühlen, dass sie den ganzen Tag hier bei uns sind. Ob Tennis spielend, am Pool liegend oder abends bei uns auf der Terrasse bei einem schönen Glas Wein oder Bier. Zum Naschen wollen wir eine Bier- und eine Weinplatte anbieten in unserem Loungebereich – das ist der Bereich mit den Hochtischen und Stühlen.
Gerne würde ich auch eine Lounge-Bar am Pool etablieren. Dazu würde ich das geeignete Geschirr kaufen, da Glas und Porzellan nicht einsetzbar ist. Ich würde Cocktails anbieten, auch alkoholfreie! Splash-Eis für die Kinder. Kinder sind uns übrigens sehr wichtig – wir sind erfahrene Eltern! Es soll eine Poolkarte und eine Kinderkarte geben.
A: Das Poolgelände muss unbedingt integriert werden in die Gastronomie – alles andere wäre schade!
K: Wenn es wieder möglich ist, würden wir Musik-Abende (auch für unsere jugendlichen Mitglieder) veranstalten. Wir haben viele Ideen hierzu. Ich habe mich in dieses traumhafte Gelände hier verliebt, kann man sagen, und freue mich schon sehr darauf, wenn unsere Gäste endlich kommen dürfen und es losgehen kann.
Wir stellen uns vor, dass wir verschiedene Bereiche auf unserer Terrasse haben: einen Bereich für die Mitglieder/Gäste, die abends ausgehen und fein essen wollen, daneben Gäste, die einfach eine Kleinigkeit essen oder auch nur trinken wollen, nach dem Sport oder dem Pool. Für alle wollen wir gleichermaßen ein Wohlfühlambiente kreieren.
Es wird eine ausgesuchte Weinkarte mit Pfälzer und Italienischen Weinen zu moderaten Preisen geben. Meine Frau und ich testen abends gerade die verschiedenen Weine für unsere Weinkarte.
A: Unser Konzept ist so ausgelegt, dass unsere Mitglieder das ganze Jahr in unser Restaurant kommen.
K: Ich überlege mir Veranstaltungen für den Sommer, wie auch für den Winter. Gans-Essen im November soll es geben, aber auch einen Mini-Weihnachtsmarkt mit Glühweinstand für unsere Mitglieder ab 1. Dezember.
Wir tun alles, damit Service, Küche und Ambiente für unsere Gäste stimmen. Da soll meine ganze Erfahrung aus 30 Jahren Gastronomie einfließen."


Ein wirklich sympathisches, cooles Pächter-Ehepaar mit vielen kreativen Ideen, stelle ich nach diesem ausführlichen Gespräch fest.
Wir Mitglieder dürfen uns auf die Gastro-Saison im Tennis-Club richtig freuen, wenn sie denn wieder startet!

 

Eure Suse Thierfelder